Ostheimer Zeitung
Amtliches Veröffentlichungsorgan der Stadt
Ostheim v. d. Rhön und staatlicher Behörden
Wappen der Stadt Ostheim vor der Rhön
Die Rhön Nachrichten- und Heimatzeitung
im Biosphärenreservat Rhön
Impressum Montag, 27. April 2026 120. Jahrgang

 
2026
Vollsperrung der NES 27 zwischen Rüdenschwinden und der Hochrhönstraße
Digitales Gesundheitsamt: Rhön-Grabfeld zieht positive Bilanz zum Ende des Förderprojekts
Loslaufen und wachsen lassen
Instrumentenvorstellung der Stadtkapelle Ostheim
Zahlreiche Fortbildungsabsolventen geehrt
Verabschiedung von Landrat Thomas Habermann: Ein Name, der bleiben wird
Open Flair kehrt am Samstag, 6. Juni, auf den Tanzberg zurück
Ausstellung zur Ernährungsnotfallvorsorge im Landratsamt eröffnet
Highlights - 50 Jahre Kunstsammlung des Landkreises Rhön-Grabfeld
Alte und neue Lieder und Tänze im Ostheimer Orgelbaumuseum
„Wir schaffen was!“
Die TSV-Radsportgruppe startet die „Radl-Saison“
Sommerausstellung „Kraftvolle Leichtigkeit“ in Ostheim
Gelb-rote Engel für das Streutal
Wohnortnahe Beratung des Bezirks Unterfranken am Landratsamt
Erfolgreicher Reitabzeichen-Lehrgang
Wahl der 68. Fränkischen Weinkönigin im Regentenbau Bad Kissingen
Historische Handwerke im Freilandmuseum
Jetzt Platz im Bio-Einkaufsführer Rhön-Grabfeld sichern!
Energiegeladenes Osterkonzert begeistert Publikum in Ostheim
Rosen schneiden: Profi-Tipps aus Bad Kissingen
Bye-bye Bäderland Bayerische Rhön
Saisonstart der öffentlichen Kirchenburgführungen in Ostheim
Lennart Rössler bei seinen zweiten Deutschen Meisterschaften in diesem Jahr im Spitzenfeld bei den Junioren
Spende für hospizliche Versorgung in der Region
Generalversammlung des FC Bayern München Fanclubs „Rhön-Bazis ´96 mit Neuwahlen
Osterferien im Kloster Wechterswinkel und Zentraldepot
Kabine 3 sichert Klassenerhalt in Hobby-Liga 1
Das Fränkische Freilandmuseum Fladungen startet am 28. März in eine abwechslungsreiche Saison 2026
Beratungssprechtag am 07. Juli 2026 im Landkreis Rhön-Grabfeld
Neue Kurse für Kopf, Körper und Kreativität
Brunnen im Steinig im Ostergewand
Netzwerke als Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit der regionalen Wirtschaft
Das sind die Veranstaltungen für 2026
Jahresmitgliederversammlung des LLZ Rhön-Grabfeld
Bewegter Seniorennachmittag mit vielen Gästen
Pflanzlicher Bio-Genuss in der Küche
Kultur ein ganzes Jahr erleben
Weltgebetstag in Ostheim
Vortrag „Chancen auf dem Biomarkt“ und Neuwahl der ARGE Bio-Bauern
Start der Reihe Heimatabende in Bad Kissingen
Hauptsache Bömisch!
„Die 13 Monate“ – Chanson-Abend im Ostheimer Rathaussaal
Bunte Frühlingsblumen für die zahlreichen Besucher
Neuer Wirtschaftsnewsletter der Wirtschaftsförderung Rhön-Grabfeld startet
Diesjähriges Max-Fest begeistert mit Aktionstag und verkaufsoffenem Sonntag
Wir leben in einer der sichersten Regionen Europas!
In den „Summenden Dörfern“ beginnt die Forschung
„Kneipenquiz“ des SPD Ortsvereines
Osterausstellung „Bunt und schön“ in Ostheim
Spannendes Duell: TSV Ostheim unterliegt Waigolshausen mit 1:3
Bad Neustadt erhält Qualitätssiegel zum dritten Mal
Neuwahlen, starke Nachwuchsarbeit und klare Worte zur Fahrzeugbeschaffung
Das Team der Schwimmhelferinnen und –helfer im Landkreis Rhön-Grabfeld wächst weiter
Zukunftsraum Handwerk in Rhön und Grabfeld
Ab in den Autofrühling
Existenzgründungen gezielt stärken: Beratertage und Angebote für Gründerinnen und Gründer in der Region
Betreiber gesucht für den Kiosk am Basaltsee!
Generalversammlung der Stadtkapelle Ostheim
Erholen und Genießen im Bäderland Bayerische Rhön
„Uhstemer Fosenöchter“: Abwechslungsreicher Gaudiwurm schlängelt sich durch Ostheim
Wahl der 68. fränkischen Weinkönigin im Regentenbau Bad Kissingen
„Steuerungsgruppe Bildung“ im Landkreis Rhön-Grabfeld nimmt die Arbeit auf
Kulturpartner 2026/2027 im Landkreis Rhön-Grabfeld gesucht
Schutz der Nacht als Ziel
Celtic Rhythms direct from Ireland Pulse of Energy – Tour 2026
Große Freude bei der Kinderfeuerwehr Ostheim: Neues Kinderfeuerwehrauto dank starker Unterstützung
Adventsrätsel der Büchereifreunde: Preisübergabe in der Stadtbücherei Ostheim
Nachholtermin: Spannende Kontraste Duo:ars² mit Klavier und Violine im Kloster Wechterswinkel
Auslosung erfolgt: Diese Mannschaften sind dabei beim 18. Grundschul-Fußballturnier 2016 in Fladungen
Orgelbaumuseum Ostheim: Konzert mit vier Museumsorgeln begeistert Publikum
25 Jahre Herzblut fürs Gruppenhaus Oberwaldbehrungen
2024
2022
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2020
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2011
2010
2009
1957
                                        

Loslaufen und wachsen lassen


Referent Andreas Hopf spricht über eine Zeitenwende in der Bio-Branche, die Chancen und Risiken für Landwirte bereithält. (weitere Bilder)
 
Rhön-Grabfelds Bio-Bauern zwischen Aufbruch und Herausforderungen
    Wechterswinkel. Rund 40 Bio-Landwirtinnen und Bio-Landwirte kamen jüngst im Kloster Wechterswinkel zusammen. Die ARGE (Arbeitsgemeinschaft) Bio-Bauern und die Öko-Modellregion Rhön-Grabfeld hatten zu einem Informationsabend über die aktuelle Lage am Bio-Markt eingeladen. Neben fachlichem Input standen auch personelle Veränderungen an: Die bisherigen Sprecherinnen und Sprecher der ARGE wurden verabschiedet, ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger gewählt.
    Erfolgreiche Zusammenarbeit gewürdigt: Landrat Thomas Habermann begrüßte die Anwesenden und betonte die besondere Atmosphäre des Treffens. „Es hat mir immer Freude bereitet, mit den Bio-Landwirten im Landkreis zusammenzuarbeiten“, sagte er und blickte auf eine erfolgreiche Entwicklung der vergangenen zehn Jahre zurück. Rhön-Grabfeld stehe für Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung.
    So habe er sich während seiner Amtszeit immer gerne für die Öko-Modellregion und ihre Akteure eingesetzt. Habermann bedankte sich insbesondere bei den scheidenden Sprecherinnen und Sprechern der ARGE Bio-Bauern, Eberhard Räder, Claudia Hartmann, Angela Schaßberger, Hans Schöneberg und Klaus Zimmer für deren langjähriges Engagement.
    Die ARGE Bio-Bauern versteht sich als Interessenvertretung der ökologisch wirtschaftenden Höfe im Landkreis. Ihre fünf Sprecherinnen und Sprecher bringen die Anliegen der Praxis unter anderem im Beirat der Öko-Modellregion ein und fungieren als Schnittstelle zur Politik.
    Bio-Markt im Wandel: Doch wie steht es aktuell um die Bio-Branche? Andreas Hopf, Geschäftsführer der bayerischen Bio-Erzeugergemeinschaft „Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH“ und Gesellschafter bei der unterfränkischen Erzeugergemeinschaft „Georgs Bio-Bauern“, beleuchtete die aktuelle Marktsituation. In den vergangenen zwei Jahren sei die Nachfrage nach Bio-Produkten wieder deutlich gestiegen. Besonders stark wachse der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel - vor allem bei Discountern, Drogeriemärkten und großen Vollsortimentern. Auffällig sei dabei der Vormarsch von Bio-Eigenmarken gegenüber klassischen Markenprodukten.
    Gleichzeitig verändere sich die Struktur des Handels: Kleinere Anbieter werden zunehmend von großen Unternehmen verdrängt und auch Bio-Landwirte sitzen plötzlich schnell mit großen Handelspartnern am Tisch. „Die Händler sind nicht die Bösen. Sie machen einfach den Job, den sie gelernt haben“, stellte Hopf klar. Dennoch entstehe ein Spannungsfeld zwischen Erzeugern, Handel und Konsumenten.
    Denn entscheidend bleibt die Frage: Wie viel sind Verbraucherinnen und Verbraucher bereit, für hochwertige Lebensmittel zu bezahlen? Bio-Produkte seien zwar nach wie vor teurer als konventionelle Ware, doch die Preisunterschiede hätten sich zuletzt spürbar verringert.
    Strategien für die Zukunft: Am Ende des Vortrags wurde die zentrale Zukunftsfrage diskutiert: Welche Strategien sind für Bio-Betriebe sinnvoll? Direktvermarktung in der Region oder die Zusammenarbeit mit Handelspartnern? Einzelbetrieb oder Erzeugergemeinschaft? Aus dem Publikum kam die Frage, ob nicht die Politik stärker eingreifen müsse, um faire Rahmenbedingungen zu schaffen.
    Andreas Hopf sprach von einer „Zeitenwende“ im Biomarkt. Der wachsende Anteil von Discountern und Handelsmarken erhöhe den Preisdruck - auch im Bio-Segment. Gleichzeitig bewege sich der Trend zu mehr Regionalität und Nachhaltigkeit. Gerade im ländlichen Rhön-Grabfeld sind bereits viele Bio-Betriebe in der regionalen Direktvermarktung aktiv.
    „Bio-Landwirte sind weder Gewinner noch Verlierer der Zeitenwende", so Hopf. Die kommenden Jahre stünden unter wechselhaften Aussichten mit Chancen, aber auch Risiken und neuen Abhängigkeiten.
    Jeder Betrieb müsse seinen eigenen Weg finden: bei der Wahl der Kulturen ebenso wie bei der Vermarktung. Chancen böten dabei auch Nischenprodukte wie Ölsaaten sowie Futter- und Speiseleguminosen, deren Nachfrage steige, während das regionale Bio-Angebot bislang begrenzt sei.
    Eine Landwirtin ermutigte die Runde mit einem zuversichtlichen Impuls: „Vielleicht müssen wir einfach loslaufen und es wachsen lassen!“
    Mit frischem Engagement in die Zukunft: Aufbruchsstimmung zeigte sich auch bei den Neuwahlen der ARGE Bio-Bauern. Künftig vertreten Tim Ritter, Paul Schaßberger, Hanna Schmitt, Anna Weber und Franz Wolfschmitt die Interessen der Bio-Landwirtinnen und Bio-Landwirte in Rhön-Grabfeld. Sie werden die Arbeit der Öko-Modellregion weiterhin aktiv begleiten.
    Öko-Modellregion Managerin Svenja Arbes bedankte sich abschließend bei allen Beteiligten - insbesondere bei den engagierten Landwirtinnen und Landwirten, die die Entwicklung in den vergangenen Jahren geprägt haben und auch künftig mitgestalten werden.